Otto Zimmermann begrüßt die laufenden Verhandlungen zu den Euro-7-Grenzwerten für Bremsstaub und den Abrieb von Bremsscheiben.
Die festgelegten Werte gelten ab 29. November 2026 für neu typgenehmigte Pkw und leichte Nutzfahrzeuge und ab dem 29. November 2027 für alle neu zugelassenen PKW.
Für den Ersatzteilmarkt (IAM) gibt es bislang keine konkreten Vorgaben – weder dazu, was geprüft werden soll, noch dazu, wie der Nachweis zur Einhaltung der Grenzwerte zu erbringen ist.
„Eine endgültige Entscheidung über die Vorgaben für den Ersatzteilmarkt ist noch nicht verbindlich getroffen“, betont Otto Zimmermann. „Wir werden diesen Prozess weiterhin eng begleiten und unsere Partner in die Produktentwicklungen einbeziehen.“
Technologien zur Abriebminimierung
Um die strengeren Partikelgrenzen zu erreichen, setzt Zimmermann auf moderne Beschichtungs‐ und Reibpartner-Technologien:
- Hartmetallbeschichtete Bremsscheiben: Diese besonders verschleißfesten Schichten reduzieren den Abrieb deutlich.
- Optimierte Reibbelagmischungen: Spezielle Rezepturen senken den Feinpartikelanteil bei Bremsungen.
Zusätzliche technische Maßnahmen
Geschlossene Bremssysteme wie Trommelbremsen werden ebenfalls als mögliche Ergänzung genannt. In diesem Bereich bietet Otto Zimmermann bereits seit sechs Jahrzehnten Bremstrommeln für den Ersatzteilmarkt an. Durch das relativ geschlossene System können Bremstrommeln Feinstaub besser zurückhalten.
Stellungnahme von Otto Zimmermann
„Wir sind uns der Bedeutung der Euro-7-Norm bewusst und sehen darin eine große Chance für Innovation“, so ein Sprecher von Otto Zimmermann. „Deshalb entwickeln wir bereits während der laufenden Verhandlungen eigene Lösungen für Bremsscheiben in Kombination mit speziell entwickelten Belägen. Um die zukünftigen Grenzwerte sicher einzuhalten, stehen hauseigene Prüfstände zur Verfügung. Diese wurden aktuell um einen eigens hierfür angeschafften Partikelprüfstand ergänzt.“